Philosophen aus aller Welt treffen sich
Philosophen aus aller Welt treffen sich auf der
Internationalen Tagung
„Europa und seine Anderen“ vom 9. bis 12. Juni an der
Technischen
Universität Dresden, um die geistigen Grundlagen des heutigen
Europas im
Spiegel der europäischen Vordenker Edith Stein (1891-1942),
Emmanuel
Levinas (1906-1995) und Józef Tischner (1931-2000) aufzuspüren. Im
Fokus
der Referenten stehen diese drei als „die Anderen“, die in
Zeiten
europäischen Niedergangs ihrerseits „das Andere“ erforschten. Dabei
soll
auch diskutiert werden, welche sozialpolitischen Konsequenzen
sich
daraus für ein Europa des 21. Jahrhunderts ergeben.
Die Veranstaltung wird von Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und
ihrer
Professur für Religionsphilosophie und vergleichende
Religionswissenschaft, die einen Schwerpunkt in der
Edith-Stein-Forschung hat, initiiert und findet im Vortragssaal
der
Sächsischen Landesbibliothek– Staats-- und Universitätsbibliothek
(SLUB)
statt. In diesem Rahmen wird am 12. Juni um 13 Uhr auch die
Edith-Stein-Gesamtausgabe in 26 Bänden, als erste vollständige
Ausgabe
aller ihrer Schriften, vorgestellt.
Neben der Initiatorin begrüßen am 9. Juni um 16 Uhr der Direktor
der
SLUB, Prof. Thomas Bürger, der Ministerpräsident des Freistaats
Sachsen,
Stanislaw Tillich, der Prorektor für Bildung, Prof. Dr. Karl Lenz,
sowie
der Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Dresden, Prof.
Dr.
Christian Schwarke, die Gäste. Im Anschluss an die
Eröffnungsvorträge
sind alle Vortragenden um 19 Uhr zum Empfang in die Dresdner
Staatskanzlei geladen.
An den drei Folgetagen beleuchten die Referenten die drei
Philosophen
und ihre Denkansätze im Einzelnen und in vergleichender Weise.
Die
ersten Beiträge am Mittwoch, dem 10. Juni, beschäftigen sich mit
den
Ansätzen Edith Steins, die als geborene Jüdin und konvertierte
Christin
im Nationalsozialismus wegen ihrer „Andersheit“ politisch verfolgt
und
später heilig gesprochen wurde. Im Anschluss geht es um das Werk
des
gebürtigen litauischen Juden Emmanuel Levinas, der in totalitären
Zeiten
mit seinem europäischen Gesamtkonzept nicht nur ein „Anders“-
sondern
auch ein Vorwärtsdenker war.
Am Donnerstag steht schließlich der polnische Philosoph Józef
Tischner
im Fokus, der sich zeitlebens um einen Anschluss der
osteuropäischen
Staaten an Westeuropa bemühte und zu einer Gruppe
Intellektueller
gehörte, die sich als „Andere“ gegen das sozialistische System
ihres
Staates wandten.
Der letzte Tagungstag bietet dann jungen
Nachwuchswissenschaftlern,
Studierenden sowie Doktoranden, die Möglichkeit, ihre
Forschungsergebnisse zum Thema vor Publikum zu präsentieren.
Die Tagung wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Sie
ist
kostenfrei und richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen.
Eine
Anmeldung ist nicht notwendig. Informationen zu den einzelnen
Programmpunkten unter www.europatagung.de
