Teilchenphysiker der TU Dresden
Dresdner Teilchenforscher erhalten neue Zuwendung des BMBF für
die Suche
nach dem Ursprung der Masse am Teilchenbeschleuniger LHC
Die Förderung der Teilchenphysiker der TU Dresden als Partner
im
ATLAS-Experiment am neuen Genfer Teilchenbeschleuniger LHC ist
vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weiter
ausgebaut
worden. Im Rahmen eines aus der Verbundforschung
herausgehobenen
überregionalen Forschungsnetzwerks der jeweils besten Fachbereiche,
dem
so genannten Forschungsschwerpunkt FSP-101 „Physik auf der
TeV-Skala am
Large Hadron Collider“, wird die Dresdner Beteiligung mit
einer
Zuwendung von Bundesmitteln in Höhe von fast 1 Mio. Euro im
Zeitraum
2009-2012 unterstützt.
Der Forschungsschwerpunkt ist im BMBF-Fördergebiet „Struktur
und
Wechselwirkung fundamentaler Teilchen“ auf die Nutzung und
Weiterentwicklung des ATLAS Experiments am LHC ausgerichtet.
Michael
Kobel, Inhaber der Professur für Teilchenphysik am Institut für
Kern-
und Teilchenphysik der TU Dresden, umreißt schon einmal die
Aufgaben,
die vor den Forschern liegen, wenn ab Herbst die ersten Daten aus
dem
LHC gewonnen werden: „Was passiert, wenn hochenergetische
Protonen
frontal kollidieren? Entstehen bei diesem Zusammenstoß eventuell
bisher
unbekannte Teilchen? Finden wir den Ursprung der Masse der
Elementarteilchen in Form eines das Universum erfüllenden
Higgs-Feldes
oder hat die Natur alternative Lösungen wie zum Beispiel
zusätzliche
Dimensionen des Raumes realisiert? Lässt sich vielleicht sogar die
u.a.
von unseren Dresdner Theorie-Kollegen vermutete letzte
fehlende
Symmetrie, die Supersymmetrie zwischen Teilchen und Kräften,
nachweisen?“
Mehr als 1800 Wissenschaftler von 164 Universitäten kooperieren,
damit
der ATLAS-Detektor erfolgreich arbeiten kann.
„Durch die Einrichtung der BMBF-Forschungsschwerpunkte haben wir
die
Möglichkeit, in diesem Exzellenznetzwerk internationaler
Spitzenforschung gemeinsam außerordentlich anspruchsvolle
Aufgabenstellungen über einen längeren Zeitraum zu bearbeiten“,
freut
sich auch Junior-Professor Arno Straessner, der die Zuwendung
gemeinsam
mit Michael Kobel einwerben konnte und für die Entwicklung
schneller
Elektronik zur Verarbeitung und Übertragung der Daten des
ATLAS-Detektors zuständig ist. „Nicht zuletzt wird mit dem
Zuwendungsbescheid der Bildungs- und Forschungsstandort Dresden
weiter
gestärkt.“
Informationen für Journalisten: Prof. Dr. Michael Kobel, Tel. 0351
463-39880
E-Mail: kobel@physik.tu-dresden.de
Dresden, 8. Juni 2009
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Pressestelle TU Dresden
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